2006
Infraschallprojekt im neuen Elefantenhaus
Im Jahre 2008 konnten wir unser bis dahin größtes Förderprojekt an den Zoo übergeben: die Fertigstellung der sanierten Geiervoliere.
Die Anlage in ihrer jetzigen Form wurde in den 60er Jahren errichtet und musste demzufolge dringend überholt werden. Neben einer neuen Konstruktion und Gitterbespannung erhielt die geräumigeMit der Eröffnung eines neuen Elefantenhauses nebst geräumiger Anlage im September 2006 ging für die halleschen Zoofreunde und ihre Gäste ein großer Traum in Erfüllung. Nicht nur, dass wieder Elefanten auf dem Reilsberg Einzug hielten, erstmals kann der Zoo auch eine kleine Gruppe der imposanten Dickhäuter sowie einen Elefantenbullen seinen Besuchern präsentieren.
Dies war für unseren Verein Anlass genug, sich darüber Gedanken zu machen, welchen Beitrag wir an der Ausgestaltung des neuen Tierhauses beisteuern wollten. Auf Anregung der Zoopädagogen, einen interaktiven Bereich mitzugestalten, entschieden wir uns für die Unterstützung zur Schaffung eines Infraschallprojektes.
Elefanten, wie auch einige andere Tierarten, sind in der Lage, über weite Entfernungen durch Infraschall miteinander kommunizieren zu können.
Für den Menschen sind diese Töne im Niederfrequenzbereich nicht mehr wahrnehmbar.
An einer Spiel- und Lernstation kann man diese "Geheimsprache" sehen und fühlen. Wenn die Elefanten Infraschall-Laute von sich geben, leuchtet eine Lampe auf und ein spezielles Soundboard vibriert - die Vibrationen sind mit der Handfläche fühlbar. Gleichzeitig zeigt ein Livediagramm die Frequenzen an. Über einen Touchscreen werden weitere Informationen zu diesem Thema vermittelt.
Das Infraschall-Projekt im neuen Elefantenhaus konnte unser Verein mit einer finanziellen Zuwendung in Höhe von 5.000 € unterstützen. Flugvoliere auch eine aufgepeppte Inneneinrichtung. Das felsige Gelände, an der sich die Anlage befindet, lässt erahnen, dass die Rekonstruktion insgesamt eine große Herausforderung für Zoomitarbeiter wie auch die beteiligten Baufirmen war.
Die feierliche Übergabe der Geiervoliere an den Zoodirektor fand im Rahmen des Zoofestes am 6. Juli 2008 bei strahlendem Sonnenschein statt. Die Finanzierung der Gehegesanierung in Höhe von 52.000 € konnte unser Verein komplett aus eigenen Mitteln realisieren - und es hat sich gelohnt.
Die eindrucksvolle Naturanlage wird von einem Paar Gänsegeiern bewohnt.
In der Natur erstreckt sich das Verbreitungsgebiet dieser großen Vögel vom südlichen Europa über weite Teile des Balkans und der arabischen Halbinsel bis in Teile Zentralasiens. Das Hauptverbreitungsgebiet in Europa liegt auf der Iberischen Halbinsel. Die Bestände haben in den letzten Jahren erfreulicherweise wieder zugenommen, die Art gilt als nicht gefährdet.
Weiterhin bewohnen ein Milan und mehrere Mäusebussard die großzügige Voliere. Diese Raubvögel wurden verletzt im Zoo aufgenommen und konnten aufgrund ihrer Verletzung nicht wieder in die freie Wildbahn zurückkehren.