2016
Zebraanlage
Am alten Standort der in die Jahre gekommenen Nasenbären-/ Binturong-Anlage soll bis Ende 2025 ein schönes und modernes Gehege für Manule (Pallaskatzen) errichtet und damit in unmittelSeit Mai 2015 ist Dr. Dennis Müller neuer Direktor im Zoo Halle, wenige Monate später bereits präsentierte er der Öffentlichkeit sein Konzept ZOOVISION 2031. Vorangegangen war eine öffentliche Diskussion mit den Hallensern und Zoofreunden, diese sollten ihre Vorstellungen und Ideen zur künftigen Gestaltung einbringen. Dabei wurde deutlich, dass sich die überwiegende Mehrzahl für eine stärkere Profilierung des Zoo Halle als BERGZOO aussprach, um die einzigartige Parkanlage noch attraktiver und als Touristenmagnet für das Umland zu gestalten.
Bis zum 130-jährigen Zoojubiläum sollen viele Gehege großteils in Themenwelten mit interessanten Tiergemeinschaften umgestaltet werden. Neben der Savanne und dem tropischen Regenwald soll insbesondere der Lebensraum "Gebirge" präsentiert werden - von den Alpen zu den Anden, vom Himalaya bis ins afrikanische Hochland soll der Spannbogen reichen.
Als erstes "Wunschprojekt" des neuen Direktors wurde die Zebraanlage umgebaut und -gestaltet. Statt der bisher gehaltenen Steppenzebras sind mittlerweile, gemäß dem neuen Zookonzept, die eher selten in Zoos gezeigten Hartmann-Bergzebras zu sehen. Die gemeinschaftliche Haltung mit Blessböcken wurde beendet, da beide Tierarten nicht miteinander harmonisierten. Vielmehr werden zukünftig Elenantilopen unseren Bergzebras Gesellschaft leisten.
Der Förderverein finanzierte mit einer Summe von 80.000 € Umbau und Gestaltung - ein kleines Stück südwestafrikanisches Hochland im Bergzoo.barer Nachbarschaft zu Goldtakinen und Blauschafen eine weitere interessante Tierart des Lebensraumes Himalaya-Gebirge präsentiert werden.
Die Kleinkatze ist ein typischer Bewohner des zentralasiatischen Hochlandes und wird nicht häufig in den Tiergärten gehalten.
Die Anlage wird als zweiteiliger Volierenkomplex gebaut. Da Manule eher Einzelgänger sind, kann das Paar im Bedarfsfall, z.B. zur Jungenaufzucht, jederzeit voneinander getrennt werden.
Es soll ein großzügiges und abwechslungsreich gestaltetes Gehege mit guten Beobachtungsmöglichkeiten für die Zoobesucher entstehen.
Durch die geplante Sichthütte in der Mitte der Anlage werden darüber hinaus nur durch Glasscheiben vom Besucher getrennte und mit Sitzgelegenheiten ausgestattete weitere Einblicke ermöglicht. Eine Begrenzung nach oben wird durch ein feinmaschiges Netzgitter erfolgen, insgesamt soll sich dann dieser neue Bereich auf dem höchsten Teil des Zoos unterhalb des Aussichtsturmes harmonisch in die Umgebung einfügen.
350.000 € sind für den Bau geplant, dem Vorhaben und der ausschließlich durch den Verein getragenen Investition wurde durch die Mitglieder einstimmig zugestimmt.